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Stromkosten-Rechner: Ist dein Verbrauch normal?
Ein Zwei-Personen-Haushalt verbraucht in der Wohnung im Mittel rund 2.000 kWh pro Jahr, im Einfamilienhaus etwa 3.000 kWh; vier Personen liegen bei 2.900 beziehungsweise 4.200 kWh. Bei 35 Cent je kWh sind das 700 bis 1.500 Euro jährlich. Dieser Rechner vergleicht deinen Verbrauch mit dem Durchschnitt ähnlicher Haushalte, zeigt deine Jahreskosten und schätzt, wie viel ein Tarifwechsel und ein niedrigerer Verbrauch bringen (Stand 2026).
Der Stromkosten-Rechner
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Was ist ein normaler Verbrauch?
Diese Werte nutzt der Rechner als Vergleichsmaßstab. Sie orientieren sich an den Durchschnittswerten deutscher Haushalte ohne elektrische Warmwasserbereitung.
| Haushaltsgröße | Wohnung | Haus |
|---|---|---|
| 1 Person | 1.300 kWh | 2.300 kWh |
| 2 Personen | 2.000 kWh | 3.000 kWh |
| 3 Personen | 2.500 kWh | 3.800 kWh |
| 4 Personen | 2.900 kWh | 4.200 kWh |
| 5+ Personen | 3.300 kWh | 5.000 kWh |
Machst du dein Warmwasser mit Strom — also über Durchlauferhitzer oder Boiler — kommen pro Person 500 bis 900 kWh dazu. Ein Vier-Personen-Haushalt im Haus landet dann statt bei 4.200 schnell bei 7.000 kWh. Das ist kein Zeichen von Verschwendung, sondern schlicht die Bauweise. Der Rechner berücksichtigt das.
Auch Wärmepumpe und E-Auto verschieben die Werte deutlich: Rechne für eine Wärmepumpe 2.500 bis 4.500 kWh und für ein E-Auto rund 2.500 kWh bei 15.000 Jahreskilometern zusätzlich. Diese Kilowattstunden ersetzen aber Gas, Öl oder Benzin — ein hoher Stromverbrauch ist hier ein gutes Zeichen, kein schlechtes.
Die größten Stromfresser
Wenn dein Verbrauch über dem Durchschnitt liegt, lohnt die Suche meist nicht bei der Beleuchtung, sondern hier:
| Verbraucher | kWh pro Jahr | Was hilft |
|---|---|---|
| Warmwasser elektrisch | 500 – 900 je Person | Sparduschkopf, kürzer duschen, Boilertemperatur senken |
| Kühl- und Gefriergeräte | 200 – 450 | Geräte über 15 Jahre tauschen, Gefriertruhe abtauen, 7 °C statt 5 °C |
| Wäschetrockner | 200 – 350 | Wäscheleine, sonst Wärmepumpentrockner (A+++) |
| Umwälzpumpe der Heizung | 100 – 500 | Hocheffizienzpumpe für ca. 300 € — spart bis zu 400 kWh |
| Standby aller Geräte | 100 – 200 | Steckdosenleisten mit Schalter für TV- und Büro-Ecke |
| Spülmaschine | 200 – 300 | Eco-Programm statt Kurzprogramm — dauert länger, spart Energie |
Die Reihenfolge, die sich lohnt
- Tarif prüfen. Kostet zehn Minuten, spart oft 200 bis 400 Euro im Jahr. Kein anderer Schritt hat ein besseres Verhältnis von Aufwand zu Ertrag.
- Verbrauch messen. Ein Steckdosen-Messgerät kostet rund 15 Euro. Häng es nacheinander an die Verdächtigen — meist ist ein einzelnes altes Gerät für den Ausreißer verantwortlich.
- Gewohnheiten ändern. Eco-Programme, Wäscheleine, Standby abschalten. Kostet nichts, bringt 5 bis 10 Prozent.
- Geräte tauschen. Erst wenn sich ein alter Stromfresser gefunden hat — ein funktionierendes Gerät vorzeitig zu ersetzen, rechnet sich ökologisch selten.
Häufige Fragen zu Stromkosten
Wie viel Strom verbraucht ein Haushalt im Durchschnitt?
Ein Zwei-Personen-Haushalt in einer Wohnung liegt im Mittel bei rund 2.000 kWh pro Jahr, im Einfamilienhaus eher bei 3.000 kWh — der Unterschied kommt vor allem von Umwälzpumpe, Gartengeräten und mehr Fläche. Vier Personen verbrauchen in der Wohnung etwa 2.900 kWh, im Haus rund 4.200 kWh. Mit elektrischer Warmwasserbereitung kommen pro Person 500 bis 900 kWh dazu.
Was kostet eine Kilowattstunde Strom 2026?
Der Arbeitspreis in der Grundversorgung liegt 2026 bei 35 bis 42 Cent je kWh, in Neukundentarifen bei 26 bis 32 Cent. Dazu kommt ein Grundpreis von typischerweise 10 bis 15 Euro im Monat, der unabhängig vom Verbrauch anfällt. Wer noch in der Grundversorgung ist, zahlt fast immer deutlich zu viel — ein Wechsel ist der schnellste Hebel bei den Stromkosten.
Wie viel spare ich durch einen Anbieterwechsel?
Der Wechsel von der Grundversorgung in einen günstigen Tarif spart bei 3.000 kWh Jahresverbrauch typischerweise 200 bis 400 Euro pro Jahr. Der Wechsel selbst ist rechtlich unkompliziert: Der neue Anbieter kündigt den alten, die Versorgung läuft ohne Unterbrechung weiter — physikalisch ändert sich am Strom in deiner Leitung gar nichts. Die Grundversorgung kannst du mit zwei Wochen Frist kündigen.
Was sind die größten Stromfresser im Haushalt?
Elektrische Warmwasserbereitung ist mit Abstand der größte Posten: 500 bis 900 kWh pro Person und Jahr. Danach folgen der Kühl- und Gefrierbereich mit 200 bis 450 kWh, der Trockner mit 200 bis 350 kWh und die Umwälzpumpe der Heizung mit 100 bis 500 kWh, wenn sie ungeregelt läuft. Standby-Verbraucher summieren sich auf 100 bis 200 kWh — einzeln unauffällig, in Summe eine Waschmaschine.
Lohnt sich ein Wechsel in einen Ökostromtarif?
Preislich gibt es kaum noch einen Unterschied: Viele Ökostromtarife liegen auf dem Niveau konventioneller Angebote oder darunter. Achte auf Labels wie Grüner Strom oder ok-power — sie verlangen einen Nachweis, dass der Anbieter tatsächlich in neue Anlagen investiert. Reine Herkunftsnachweise aus alten norwegischen Wasserkraftwerken ändern dagegen wenig an der Erzeugungsstruktur.
Warum ist meine Nachzahlung so hoch, obwohl ich sparsam bin?
Meist liegt es nicht am Verbrauch, sondern am Abschlag: Er wurde zu niedrig angesetzt oder basiert auf einem alten, günstigeren Tarif. Prüfe auf der Jahresrechnung zwei Zahlen — den tatsächlichen Verbrauch in kWh und den Arbeitspreis in Cent. Ist der Verbrauch normal und der Preis hoch, hilft ein Tarifwechsel. Ist der Preis normal und der Verbrauch hoch, lohnt die Suche nach dem Stromfresser mit einem Messgerät für rund 15 Euro.